Die IT-Industrie schwärmt, dass in Zukunft alle möglichen Bauteile direkt aus dem 3D-Drucker entstehen können. Diese Möglichkeit lässt das Architektenherz jedenfalls höher schlagen. Man muss sich nicht mehr nach Profiltabellen der Stahlbauindustrie richten sondern kann seine Formensprache individuell entwickeln. Statik und Konstruktion können mittels BIM-Technologie durchgeführt werden. Detailzeichnungen gehen an das Stahlbauunternehmen, werden dort auf Maschinen, die die Losgröße 1 beherrschen, hergestellt und schließlich auf der Baustelle verbaut. Während Schritt 1 und 2 (Architektur, Statik und Konstruktion) auf Basis der BIM Technologie heute schon in der Lage sind, dies umzusetzen, ist Schritt 3 (die Fertigung der Stahlbauteile) noch mit einem erheblichen Investment der Industrie verbunden. Auch müssen sich die Abläufe in der Herstellung massiv ändern. Wir werden sehen, wer als erstes den Schritt wagt – er ist jedenfalls nicht mehr aufzuhalten.